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Commit-Wortmarke und einige sehr kleine Bilder von Gebäuden, Aktionen und Personen aus dem Vereinsleben

Was bedeutet Gleichstellung?

Wer gehört eigentlich zu der Gruppe der schwerbehinderten Menschen?

Personen, die vom Versorgungsamt einen Grad der Behinderung (GdB) zwischen 50 und 100 erhalten, gehören zum Personenkreis der schwerbehinderten Menschen.

Was bedeutet Gleichstellung?

Menschen die einen Grad der Behinderung von 30 oder 40 haben, können bei der Agentur für Arbeit eine Gleichstellung mit schwerbehinderten Menschen beantragen.
Die Gleichstellung soll diesen Personen helfen ihren aktuellen Arbeitsplatz zu erhalten oder überhaupt einen Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz zu finden.
Der besondere Kündigungsschutz für schwerbehinderte Menschen...

…  beginnt ab einer Beschäftigungsdauer von 6 Monaten und einem Tag (vorher gelten die „normalen“ Kündigungsregelungen des BGB und KSchG).
Möchte ein Arbeitgeber einen betroffenen Mitarbeiter, der seit mehr als 6 Monaten im Unternehmen beschäftigt ist, kündigen, so muss er zunächst das Integrationsamt über seine Absicht informieren. Die Kündigung darf erst nach der offiziellen Zustimmung durch das Integrationsamt ausgesprochen werden.

Für wen gilt die Beschäftigungspflicht nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) IX?

Unternehmen, die im Jahr mehr als 20 Mitarbeiter beschäftigen, sind nach dem Gesetz verpflichtet 5 % ihrer Arbeitsplätze mit schwerbehinderten und ihnen gleichgestellten Menschen zu besetzen

Was hat es mit der Ausgleichsabgabe auf sich?

Zu Beginn eines neuen Kalenderjahres werden alle Unternehmen aufgefordert der Agentur für Arbeit ihre Beschäftigtendaten des vergangenen Jahres zu übermitteln, d. h. wie viele Mitarbeiter wurden beschäftigt und wie viele davon haben eine Schwerbehinderung. Die Agentur für Arbeit leitet die Daten an die Integrationsämter weiter. Sofern ein Unternehmen, mit mehr als 20 Mitarbeitern, nicht mindestens 5 % der Arbeitsplätze (Pflichtarbeitsplätze) mit schwerbehinderten Menschen besetzt hat, wird es von den Integrationsämtern zur Zahlung einer Ausgleichsabgabe aufgefordert.
Mit den Mitteln aus der Ausgleichsabgabe wird die Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit einem gesundheitlichen Handicap unterstützt.

Was ist unter einer Mehrfachanrechnung zu verstehen?

Im Rahmen der Beschäftigungspflicht zählt ein schwerbehinderter Mitarbeiter für einen (Pflicht-)Arbeitsplatz. Es besteht die Möglichkeit, dass Arbeitgeber bei der Agentur für Arbeit eine Mehrfachanrechnung beantragen. Ziel ist es, dass schwerbehinderte Mitarbeiter nicht nur auf einen, sondern auf zwei bis maximal drei Arbeitsplätze angerechnet werden. Dies ist möglich, wenn die Beschäftigung des jeweiligen Arbeitnehmers für den Arbeitgeber mit einer besonderen Aufwendung verbunden ist.
In der Zeit der betrieblichen Ausbildung werden schwerbehinderte Menschen automatisch auf zwei Arbeitsplätze angerechnet.

Gibt es Fördermöglichkeiten?

Unternehmen, die einen schwerbehinderten Menschen in ein Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis einstellen möchten, können bei der Agentur für Arbeit eine Förderung beantragen.
Um die Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen zu unterstützen, stehen verschiedene Fördermöglichkeiten wie ein Zuschuss zum Ausbildungs- bzw. Arbeitsentgelt oder die Übernahme der Kosten für eine befristete Probebeschäftigung zur Verfügung
Ihr persönlicher Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service Ihrer Arbeitsagentur berät Sie hierzu gerne. (Tel.: 0 18 01 – 66 44 66* - Festnetzpreis 3,9 ct/min; Mobilfunkpreise höchstens 42 ct/min)

Weitere Informationen zum Thema

Im Internetportal der Bundesagentur für Arbeit finden Sie weitere Informationen rund um die „Beschäftigung von Menschen mit Behinderung“:
www.arbeitsagentur.de
Flyer „Menschen mit Behinderung im Beruf"
http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Veroeffentlichungen/Sonstiges/Menschen-mit-Behinderung-Beruf.pdf
Darüber hinaus können Sie sich auf der Internetseite der Integrationsämter über das Thema informieren:
www.integrationsaemter.de

 

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